INT-BAU GmbH
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Bauarten
Die hier aufgeführten technischen Lösungen im Hallenbau gehören zu den wichtigsten und geläufigsten Bauarten. Sie sind hier kurz textlich beschrieben, darunter können sie als PDF geöffnet oder downloadet werden (Button rechts unten). Die Abkürzungen der Hallenbauarten beziehen sich auf die Ausbildung des Daches und der Fassade.

FFDA-SF Attikadach mit Sandwich-Fassade
FSDA-SF Attika-Dach mit Sandwich-Fassade
FSDR-SF Foliendach mit Sandwich-Fassade
FFDA-PF Attikadach mit Porenbeton-Fassade
SSDR-SF Sandwich-Satteldach mit Sandwich-Fassade
SSDR-PF Sandwich-Satteldach mit Porenbeton-Fassade
TSDR-TF Trapezprofil-Satteldach + Trapez-Wand

Nähere Informationen können Sie den einzelnen Blättern entnehmen. Gern beraten wir Sie auch telefonisch oder persönlich detailliert zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Möglichkeiten.
Es sind natürlich auch andere technische Lösungen möglich, dies ist lediglich eine Auswahl der geläufigsten Ausführungen. änderungen vorbehalten.

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FFDA-SF
FFDA-SF Folien-Dach mit Attika (umlauf. gleich hoch) + Sandwichfassade

Dach (FFDA):
Auf den Rahmen / Dachbindern der Stahlhalle werden hohe Trapezprofile (135 - 160 mm hoch) als Tragschale verlegt. Diese befinden sich somit im temperierten Innenbereich der Halle und sind deshalb durch die Bewitterung nicht korrosionsgefährdet. Es sind auch sehr hochwertige Korrosionsschutzsysteme bis hin zur Korrosionsschutzklasse III lieferbar. Ferner bieten diese robusten Trapezprofile eine sehr günstige Möglichkeit zur Befestigung diverser Installationen, Leitungen u. ä., was z.B. bei Pfetten oder Unterspannbahnen kaum oder nur bedingt möglich ist.
Auf diese Trapezprofile wird eine Dampfsperre verlegt - z. B. eine PE-Folie, eine kaschierte Alu-PE-Folie oder eine Bitumenbahn, je nach Anforderung. Auf diese Dampfsperre kommt dann oben die Wärmedämmung.
Die Wärmedämmung wird meist mit EPS-Platten realisiert (auch bekannt als Polystyrol / Styropor), mit Stufenfalz. So kann durch die Wahl der Dicke (üblich sind 100-160 mm) der Wärmeschutz optimal ausgelegt werden. Diese Wärmedämmung ist für Stahlhallen bis ca. 2.500 qm zulässig. Bei größeren Objekten kommt meist eine nicht brennbare mineralische Dämmung zum tragen. Dabei handelt es sich um dicke harte und imprägnierte Platten. Diese darf man nicht mit den "preiswerten" Unterspann-Dämmbahnen einiger Hallenanbieter des low-price-Segments verwechseln.
Die mineralische Dachdämmung bietet durch die höhere Masse eine bessere Behaglichkeit in der Halle: Die Schalldämmung ist besser, aber auch der sommerliche Wärmeschutz: Die Tag-Nacht-Amplitude der Höchst- und Niedrigsttemperatur wird "abgeflacht" und zeitlich verschoben. Somit reduziert sich eine unangenehme Erwärmung des Hallen-Innenraumes, was gerade im Bürobereich sinnvoll ist.
Auf diese Dachdämmung kommt (bei EPS) eine Lage Glasvlies als Trennschicht, um die Eigenschaft der geforderten "Harten Bedachung" im Sinne des Brandschutzes zu erreichen.
Als letzte Schicht kommt die eigentliche Eindichtung der Halle. Diese wird meist mit einer robusten PVC-P-Folie realisiert, Dicke 1,5-2,0 mm. Diese Folien sind außen hellgrau, mit Glasfasergewebe verstärkt und schwer entflammbar. Sie sind gegen Wurzeln und natürlich gegen die UV-Strahlung beständig. Die Breiten der Bahnen werden nach Windlasten rechnerisch ermittelt, verlegt und mit thermisch getrennten Tellerbefestigern durch das gesamte Paket zu den Trapezprofilen der Tragschale zuverlässig befestigt. Die überlappungen der Bahnen werden homogen verschweißt. Diese Verbindungen sind sehr kräftig, bei Versuchen reißen die Bahnen neben der Verklebung.
Somit entsteht eine eingedichtete Fläche über das gesamte Hallendach, für Laien vergleichbar mit einem großen flachen Gartenteich. Diese Verklebung erlaubt auch gleichwertige Anschlüsse an diverse Lichtkuppeln, Lichtbänder, Lüfter und andere Durchbrüche, die im Gewerbebau erforderlich sind.
Als Dachneigung werden bei dieser Hallenart meist 2,0-2,5 % gewählt, obwohl auch eine 0-%-Dachnegung zulässig wäre. Größere Dachneigungen würden zu einem allzu großen überstand der Attika führen, was sich negativ mit größeren Wind-Angriffsflächen und einer Schneeanhäufung auswirkt. Wenn eine größere Dachneigung gewollt ist, empfehlen sich die Bauarten FSDA oder FSDR (s. weiter).
Die Regenentwässerung findet in den Kehlen hinter der Attika statt. Diese sind homogen und übergangslos so ausgebildet wie das Dach, und haben somit die gleiche Zuverlässigkeit - erheblich zuverlässiger als innenliegende Regenrinnen, die meist Probleme aufweisen. In dieser Kehle sind Gullies angeordnet, deren Auslegung rechnerisch erfolgt. Es ist auch für den Fall der Fälle gedacht: Wenn diese reguläre Entwässerung nicht mehr die Wassermengen schafft, kommen hoch dimensionierte Not-überläufe ins Spiel. Dies ist erforderlich, weil eine Wasseraufsammlung auf dem Hallendach zu allzu hohen Lasten führen würde.
Diese Dachausbildung gehört im ernstzunehmenden Hallenbau zu den geläufigsten. Sie bedarf natürlich sehr viel know-how und Disziplin bei der Planung und Ausführung, das dürfte aber ein Bauherr von seinem Hallenbauer erwarten. Auf die Dachbahnen geben Hersteller in der Regel eine sehr lange Herstellergarantie (10 Jahre). Eine regelmäßige Kontrolle / Wartung des Daches wird - wie bei jedem anderen Dach - empfohlen.
Bei vielen Hallen versagen die Dächer zuerst, meist gleich auch in ihrer Tragfähigkeit. Das wird hier durch das innenliegende Tragwerk nicht der Fall sein. Wenn also die Folie vielleicht nach 50 Jahren nicht mehr das leistet was sie soll, kann das Dach mit einer neuen Schicht saniert werden.
Es wird einfach eine neue Dichtungslage auf die alte Folie verlegt und befestigt. Von dieser Maßnahme merkt das Innenleben der Halle fast nichts.
Im Gegensatz dazu bedeutet eine solche Sanierungsmaßnahme bei metallischen Dächern einen großen Aufwand: die Halle muss ausgeräumt werden, Installationen müssen demontiert werden, das Dach wird abgetragen, und bevor ein neues Dach montiert und geschlossen ist, ist das Innere der Halle frei bewittert. Das ist bei dem Warmdach nicht der Fall.

Fassade (SF):
Vor den Stahlstützen der Halle sind verzinkte Wandriegel horizontal angeordnet, teilweise auch als Ausrahmungen für Tore, Türen und Fenster. Vor diese Wandriegel werden Sandwich-Elemente montiert. Es handelt sich um Verbundplatten, die aus einer Außenschale, einem Polyurethan-Dämmkern (PU) und einer Innenschale bestehen. Sie haben meistens eine Baubreite von 1 m, und werden nach einem Verlegeplan in exakten Längen geliefert und montiert.
Die Wände (Fassadenplatten) sind bei dieser Bauart (Attika-Dach) über das Dach geführt, und bilden so eine umlaufend gleich hohe Attika.
Die Sandwichelemente gibt es in unterschiedlichen Dicken, daraus ergibt sich die Wärmedämmung der Fassade. Zum Vergleich bringen 8 cm PU (U = 0,30 W/m²K) ungefähr die gleiche Wärmedämmung wie 10 cm Polystyrol, oder 14 cm Mineralfaser, oder 40 cm Holz, bzw. 70 cm Porenbeton (Gasbeton) bzw. 6 m Beton. Somit bietet die Sandwichfassade hervorragende Eigenschaften für den winterlichen Wärmeschutz. Der sommerliche Wärmeschutz ist durch die relativ geringe Masse natürlich weniger wirksam, kann aber beim Ausbau einfach verbessert werden (genauso wie der Schallschutz).
Der Dämmkern ist kaum durch Wärmebrücken unterbrochen, so dass sonst übliche Abminderungen nicht erforderlich sind. Polyurethan nimmt so gut wie kein Wasser auf, somit droht auch bei einer mechanischen Beschädigung der Fassade nicht die Gefahr, dass sich der Dämmkern "vollsaugt" und versagt.
Alternativ zum PU-Kern gibt es auch Elemente mit einem Dämmkern aus Mineralfasern. Diese werden wegen des Brand- und/oder Schallschutzes eingesetzt. Während ein PU-Sandwich ca. 25-26 dB erreicht, liegen mineralische Sandwichelemente bei ca. 30 dB. Sie haben aber bei der gleichen Dicke eine schlechtere Wärmedämmung. Ferner sind sie feuchteempfindlich, dies kann von einer Rostbildung bis hin zum Versagen der Elemente führen.
Die Innenschale der Sandwichplatten besteht aus bandverzinktem Stahlblech, ist leicht liniert, und in einem hellen Farbton wie RAL 9002 bandbeschichtet. Neben der üblichen Beschichtung von 12-15 µm DU können bei besonderen Anforderungen auch hochwertigere Beschichtungssysteme geliefert werden.
Die Außenschale bildet sozusagen die "Haut" der Stahlhalle, und sollte deshalb sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Diese besteht ebenfalls aus einem Stahlblech, verzinkt oder mit AlZn-überzug, und ist auch zusätzlich bandbeschichtet.
Die marktübliche Beschichtung sind 25 µm SP (Polyester) in der Korrosionsschutzklasse III, lieferbar sind aber auch noch größere Dicken, oder Systeme in HD, PVDF, PVF oder PVC. Wie bei allem gibt es hier keine "allgemein beste" Beschichtung, alle haben bestimmte Vor- und Nachteile, auf diese näher einzugehen würde aber den Rahmen dieser Kurz-Information sprengen.
Die Form der Außenschale ist lieferbar als liniert, trapezprofiliert, mikrogerippt oder als eine "Sinuswelle". In der Kombination mit der breiten Farbpalette können somit fast alle Wünsche erfüllt werden.
Bei der Wahl der Farbe ist jedoch auch einiges zu beachten: Dunkle Farben führen zu einer sehr hohen thermischen Belastung, folglich zu Spannungen und thermischen Ausdehnungen, was sich negativ auf die Befestigung (Langlöcher, Verformungen) auswirken kann. Einige Farben (rot, blau) neigen in der üblichen 25-µm-Beschichtung zum Auskreiden.
Die Elemente können horizontal oder vertikal verlegt werden. Bei einem Attikadach ist die vertikale Verlegung statisch-konstruktiv günstiger. Die Befestigung erfolgt durch Edelstahl-Befestiger; auch hier arbeiten wir mit weltweit führenden Markenprodukten. Neben der klassischen "Durchschraub-Befestigung", bei der die Schraubenköpfe von außen sichtbar sind, gibt es auch eine "verdeckte" Befestigung in den Fugen (Stößen) der Sandwichelemente. Die Befestiger sind dann weitestgehend unsichtbar; in Eck/Randbereichen oder bei höheren statischen Anforderungen (Windsog) kann eine zusätzliche sichtbare Befestigung jedoch erforderlich werden.
Die Unterkante der Fassade soll wegen der Lebensdauer nicht im Spritzwasserbereich liegen; deshalb wird unter der Fassade meist ein Spritzwassersockel (z. b. gemauert, betoniert, Fertigteil) ausgebildet.
Sehr wichtig für die Lebensdauer der Fassade und den Wärme- und Feuchteschutz ist eine korrekte Ausbildung der Anschlüsse und übergänge. Hier wird oft auf einer falschen Stelle gespart, so dass wegen einer geringen Einsparung die Standzeit der gesamten Immobilie verkürzt wird.

Attikadach mit Sandwich-Fassade
image FFDA SF 1
image FFDA SF 2
image FFDA SF 2b





FSDA-SF
FSDA-SF Folien-Satteldach mit Attika (in Dachneigung) + Sandwichfassade

Das Dach hat die gleichen Eigenschaften wie unter "FFDA" beschrieben. Die Dachneigung ist jedoch größer. Die Entwässerung erfolgt in den Kehlen wie oben beschrieben.
Die Fassade ist dann jeweils ca. 20 cm über das Dach geführt und folgt somit der Dachneigung; die "Giebel-Dreiecke" sind erkennbar. Die Eigenschaften der Fassade ("SF") sind gleich wie oben beschrieben.
Attika-Dach mit Sandwich-Fassade
image FSDA SF 1




FSDR-SF
FSDR-SF Folien-Satteldach (Regenrinnen) + Sandwichfassade

Das Dach hat die gleichen Eigenschaften wie unter "FFDA" beschrieben. Die Dachneigung ist jedoch meist größer. Die Regenentwässerung erfolgt über klassische sichtbare Regenrinnen in der Traufe, mit Fallrohren vor der Fassade.
Die Fassade ist giebelseitig ca. 10-15 cm über das Dach geführt, traufenseitig endet sie bündig mit dem Dach. Die "Giebel-Dreiecke" sind leicht bis ausgeprägt erkennbar. Die Eigenschaften der Fassade ("SF") sind gleich wie oben beschrieben.

Foliendach mit Sandwich-Fassade
image FSDR SF 1




FFDA-PF
FFDA-PF Foliendach mit Attika (umlauf. gleich hoch) + Porenbetonfassade

Das Dach hat die gleichen Eigenschaften wie bei "FFDA" oben beschrieben.
Die Fassade ist aus Porenbeton (Gasbeton) ausgebildet. Es handelt sich um vorgefertigte Elemente (Platten), die innen eine Bewehrung haben. übliche Abmessungen sind 62,5 oder 75 cm Höhe und 20, 25, 30 oder 35 cm Dicke, die in längen bis 6 m oder bis max. 7,5 m (je nach Werk) lieferbar sind. Sie werden liegend (horizontal) vor die Stahlkonstruktion montiert, seltener vertikal. Unter der Porenbeton-Fassade befindet sich ein Spritzwassersockel zum Schutz vor der Feuchte. Bei der horizontalen Verlegung werden die Platten übereinander "gestapelt", mit einer Mörtelfuge zwischen den einzelnen Platten, und spannen von Stütze zur Stütze, wo sie mit Edelstahl-Elementen befestigt werden. Die Querstöße werden dann gedämmt und versiegelt, die horizontalen Stöße verfugt. Eine Innen-Verfugung ist optional auch möglich.
Nach der Montage der Halle erfolgt in der Regel eine Außenbeschichtung - weiß oder farbig je nach Abstimmung. Mit der evtl. Innenbeschichtung empfehlen wir abzuwarten, bis die Baufeuchte sich entsprechend reduziert hat; eine zu frühe Innenbeschichtung kann zur Schimmelpilzbildung führen.
Die Platten haben eine höhere Masse und auch eine höhere spezifische Dichte als Polyurethan, somit ist der winterliche Wärmeschutz leider schlechter (U-Werte höher). Andererseits bietet Porenbeton durch die Masse einen hervorragenden sommerlichen Wärmeschutz und einen sehr hohen Schallschutz. Die Porigkeit des Natur-Materials sorgt für ein sehr angenehmes Klima im Innenraum der Halle, die Feuchteregulierung ist sehr gut.
Porenbeton ist nicht brennbar, deshalb bietet er auch brandschutztechnisch erhebliche Vorteile, bis hin zum Errichten von wärmegedämmten Brandwänden.
Bei dieser Bauart verläuft die Fassade oben gleich hoch (wie bei "FFDA") und bildet somit umlaufend eine Attika.
Es ist alternativ natürlich auch ein Satteldach möglich, oder die Kombination mit einem Sandwichdach.
Attikadach mit Porenbeton-Fassade
image FFDA PF 1
image FFDA PF 2




SSDR-SF
SSDR-SF Sandwich-Satteldach (Regenrinnen) + Sandwichfassade

Das Dach ist aus Polyurethan-Sandwichelementen ausgebildet, ähnlich wie bei der Fassadenart "SF". Diese vorgefertigten Elemente werden über Dachpfetten in der Dachneigung vom First zu den Traufen verlegt.
Die Profilierung der Außenschale ist im Hallendach trapezförmig, um eine entsprechende Tragfähigkeit zu erzielen. Diese Außenschale bildet dann die wasserführende Schicht, und ist somit entsprechend hoch belastet (UV, Wasser, Schnee, Eis, Vogelkot, Staub, Sand). Somit kommen Elemente, die für den Fassaden-Einsatz hervorragend geeignet sind, im Bauteil Dach oft an ihre Grenzen.
Es ist eine Mindestneigung erforderlich; einmal wegen der Dichtigkeit (Längs- und Querstöße, öffnungen), zweitens um möglichst gegen die Bildung von Ablagerungen zu wirken.
Ein metallisches Dach weist viele Anschlüsse auf. Diese sind durch überlappungen der einzelnen Teile gelöst, mit diversen Dichtbändern dazwischen. Dies bedeutet, hier kann u. U. Regenwasser stehen bleiben oder sich Ablagerungen bilden.
Je nach der Breite der Halle sind in den Dachschenkeln Querstöße erforderlich, um die thermische Ausdehnung der Elemente zu reduzieren bzw. die Einwirkungen zu mindern. Diese müssen sorgfältig ausgebildet werden, da sie korrosionstechnisch ein hohes Risikopotential haben.
öffnungen (Lichtkuppeln, Schornsteine u. ä.) sollten möglichst in der Firstnähe angeordnet werden. Die Trapezprofilierung der Außenschale bildet Rinnen, in denen das Regenwasser gegen die Eindichtung dieser Elemente schießt, und manchmal nicht ungehindert ablaufen kann. So sind meist Schleppbleche erforderlich, die vom First bis zu dieser öffnung verlaufen.
Es sind für die Montage und durch Anschlüsse diverse Bohrungen und Verschraubungen erforderlich. Solange die EPDM-Dichtscheibe der Edelstahl-Befestiger richtig sitzt, sind diese Anschlüsse sicherlich unproblematisch. über die thermischen Ausdehnungen wurde schon oben gesprochen; diese können dann im Bereich der Befestiger zu einer Langloch- und Korrosionsbildung führen.
Bei der Montage des Hallendaches sind kleinere mechanische Beschädigungen wie z. B. Kratzer unvermeidbar. Durch die geringere Neigung (im Vergleich zu einer lotrechten Fassade) ist hier der Einfluss der Feuchte größer. Die Beschichtung der Außenschale gibt dem Dach zwar das optische Etwas, verhindert aber die kathodische Oxidation. Somit können sich solche "Roststellen" nicht von alleine schließen, und breiten sich unter der Beschichtung aus. Gerade aus diesen Gründen ist eine regelmäßige Wartung eines metallischen Daches ratsam.
Die Festigkeit der Sandwichelemente gegen "veränderliche" Belastungen wie Schnee, Wind u. ä. ist durch die Verbundwirkung zwischen der Außen- und Innenschale über den PU-Kern gegeben. Die "ständige" Last aus dem Eigengewicht trägt aber die trapezprofilierte Außenschale (Grund: "Fließen" / creep von Kunststoffen unter Belastung). Dies bedeutet: Wenn die bewitterte Außenschale versagt (Korrosion, mechanische Beschädigung), versagt die Tragfähigkeit des Daches. Sanierungsmaßnahmen sind von dem Umfang des evtl. Schadens abhängig, bis hin zum kompletten Abtragen der alten Elemente.
Neben den Dach-Sandwichelementen mit Polyurethan gibt es auch welche mit einem Dämmkern aus Mineralfasern. Diese bieten einen höheren Brand- und Schallschutz, sind aber gerade im Bezug auf Feuchteeinwirkungen und folglich die Tragfähigkeit problematischer als die PU-Elemente. Das kann sich insbesondere bei der Anordnung von Solartechnik oder Photovoltaik auf dem Hallendach negativ auswirken.
Die Regenentwässerung erfolgt über Regenrinnen in den Traufen; andere Systeme (innenliegende Regenrinnen hinter einer Attika) sind eher abenteuerlich.
Somit halten wir Sandwichdächer für kleinere Objekte für sinnvoll, die zudem möglichst keine Dachöffnungen aufweisen sollen. Ein Warmdach ist unserer Meinung die bessere Wahl.
Die Fassade aus Sandwich-Paneelen endet umlaufend (giebel- und traufenseitig) bündig mit dem Dach. Die "Giebel-Dreiecke" sind ausgeprägt erkennbar. Die Eigenschaften der Fassade ("SF") sind gleich wie oben beschrieben.
Sandwich-Satteldach mit Sandwich-Fassade
image SSDR SF 1




SSDR-PF
SSDR-PF Sandwich-Satteldach (Regenrinnen) + Porenbetonfassade

Dach wie vor ("SSDR").
Fassade siehe Porenbeton (-"PF"), jedoch nicht mit Attika, sondern nur bis zum Dach geführt, mit ausgeprägten Giebel-Dreiecken.

Sandwich-Satteldach mit Porenbeton-Fassade
image SSDR PF 1




TSDR-TF
TSDR-TF Trapezprofil-Satteldach (Regenrinnen) + Trapez-Wand (ungedämmt)

Dach ähnlich wie vor, jedoch ohne Wärmedämmung. Ungedämmte einschalige Trapezprofile werden über den Pfetten im Gefälle vom First zu den Traufen verlegt. Es ist eine höhere Korrosionsschutzklasse erforderlich als bei einem wärmegedämmten Dach. Es muss eine Mindest-Dachneigung (i.d.R. 15%) eingehalten werden, bei geringeren Dachneigungen sind besondere Maßnahmen (z. b. Dichtbänder u. den Stößen) erforderlich.
Je nach klimatischen Verhältnissen in der Halle kann sich an der Dach-Unterseite Kondenswasser bilden, insbesondere gleich nach der Bauphase. Hier hilft nur eine ausreichende Lüftung. Sofern mit einer problematischen Feuchte in der Halle (meist Lagerhalle) zu rechnen ist, empfiehlt sich eine Anti-Kondensat-Schicht (Anti-Tropf), oder/und eine wirksame Querlüftung (Sockel-Traufe-First), die evtl. auch in den passiven baulichen Brandschutz einbezogen werden kann (permanenter Rauchabzug), und die auch das Arbeitsklima (z. b. beim Recyceln von Abfällen) verbessert. Hierfür stehen diverse von uns entwickelte Firstlüfter zur Verfügung.
Eine Ausleuchtung des Hallenbaus kann durch Oberlichter realisiert werden. Neben einem klassischen First-Lichtband bieten sich hier insbesondere preisgünstigere polymere lichtdurchlässige Profile mit der gleichen Trapezprofilierung wie die Dacheindeckung der Halle. Neben Lichteinfall funktionieren diese "ausschmelzbaren Flächen" auch als Wärmeabzüge im Brandfall.
Die Regenentwässerung erfolgt über Regenrinnen in den Traufen.
Die Fassade ist ebenfalls aus ungedämmten Trapezprofilen ausgebildet. Die Anforderung an die Korrosionsschutzklasse ist hier natürlich nicht so hoch gestellt wie im Dach.
Trapezprofil-Satteldach + Trapez-Wand
image TSDR TF 1