Eine günstige Produktionshalle für Ihre Firma bauen - Dies ist eine Landingpage zu unserer Hauptseite

Nachfolgend finden Sie einige technische Informationen zum Thema „Produktionshalle“ (Fertigungshalle, Montagehalle). Als Produktionshalle betrachten wir eine Halle, in der Waren produziert / hergestellt, zusammengesetzt oder veredelt werden.

Die Anforderungen an eine Produktionshalle sind i. d. R. höher als an eine Halle, die nur der Lagerung dient. Das ist mit der Anwesenheit / Tätigkeit des Personals verbunden, aber auch mit den zusätzlichen Anforderungen an den Wärmeschutz, Schallschutz, Installationslasten, Hebevorrichtungen, Lüftung, Beleuchtung u. a. – viele Punkte, die für die Produktionshalle relevant sind, für eine reine Lagerung eher nicht oder wenig. Trotzdem empfehlen wir als Einleitung zuerst die Behandlung der Lagerhalle zu lesen.

Lage der Produktionshalle

Dies betrifft die Anordnung der Produktionshalle auf dem Grundstück, die Lage in der Gemeinde, aber auch die logistische Anbindung. Es ist erstens die Erschließung bzw. die Anfahrbarkeit für Lieferfahrzeuge erforderlich, es sei denn, diese fahren Ihre Lagerung an, und die Logistik Lager – Produktion erfolgt innenbetrieblich (Transportbänder, Gabelstapler, Beförderungssysteme). Dazu ist es notwendig, dem Personal ausreichende Zufahrten und Parkplätze abzusichern – und das möglichst ohne Beeinflussung der Warenlieferungen.

In der Gemeinde sind für den Neubau einer Produktionshalle meist Gewerbe- und Industriegebiete ausgewiesen, die für Sie als Nutzer auch günstigere Anforderungen an z. B. die Schallemission Ihrer Produktionshalle haben als Mischgebiete.

Die verkehrstechnische Anbindung Ihrer Produktionshalle hängt meist von dem Straßen- und Schienennetz ab, manchmal auch davon, wo die Lagerstäte der Zulieferer oder der Abnehmer sind.

Größe der Produktionshalle

Wie groß Ihre Produktionshalle sein soll, das hängt von der Technologie ab. Welchen Durchlauf hat die Ware? Welche Flächen brauchen die einzelnen Zwischenstationen, einschl. der evtl. Zwischenlagerung? Welche Wege brauche ich dazwischen? Kann ich ein Teil nach oben (Transportsysteme) verlagern? Hierzu brauchen Sie unbedingt die Mitwirkung Ihres Technologen, denn sonst kann die Produktionshalle zu klein werden.

produktionshalle innen 193b

Dazu kommen Personalräume (Umkleiden, Sozial, Meisterbüro) und evtl. Verwaltungsräume. Ob sie die Verwaltung in die Halle integrieren oder in ein eigenständiges Gebäude ist eine komplizierte Frage. Bei kleineren Verwaltungen und eher sauberen und leisen Produktionen ist es kein Problem, diese in die Produktionshalle kostengünstig zu integrieren. Sofern die Produktion eher schmutzig und laut und die Verwaltung größer sind, sind ein getrenntes Gebäude oder aber auch ein Anbau an die Produktionshalle sinnvoll.

tragwerk einer produktionshalle 194a

In dem Zuge sollte man auch überlegen, ob Sie in der Zukunft andere (Größere) Maschinen kaufen, und/oder ob Sie die Kapazität durch eine Erweiterung bei dem „Nadelohr“ erhöhen möchten. Und nicht vergessen: Die Reserve, denn man weiß nie.

Bauphysik der Produktionshalle

Unter Bauphysik für die Produktionshalle verstehen wir hier insbesondere den Wärmeschutz, den Schallschutz, den Feuchteschutz, und die Lasten.

Die Anforderungen an den Wärmeschutz sind bei einer Produktionshalle meist höher als bei einer reinen Lagerung: Die Temperatur, in der die Leute arbeiten (dürfen) liegt meist über 19 °C, also ein Gebäude höherer Temperatur. Dagegen wirkt oft positiv, dass die Maschinen in Ihrer Produktionshalle Wärme entwickeln. Auf jeden Fall ist ein Wärmeschutznachweis erforderlich. In dem wird meist auch der Feuchteschutz behandelt – also ob sich irgendwo in Ihrer Produktionshalle Kondenswasser bilden kann, und was dagegen zu tun ist. Aus dem Wärmeschutznachweis kommen die Mindestanforderungen an die Dämmwerte (U-Werte) der einzubauenden Materialien für das Dach, die Fassade und den Fußboden der Produktionshalle.

Bei dem Schallschutz sind zwei Kriterien wichtig: Wie wird der Schall innerhalb der Halle absorbiert oder schallt er ungemindert zurück? Die ist für das Arbeitsklima entscheidend, denn unter einer hohen Schallbelastung steig die Krankheitsrate und sinkt die Konzentration und folglich die Arbeitsproduktivität. Der zweite wichtige Aspekt ist die Schall-Emission, also wie viel Lärmbelastung strahlt Ihre Produktionshalle in die Umgebung aus.

Lärm sollte man da abfangen, wo er entsteht. Sofern in Ihrer Produktionshalle möglich. Schalldämmende Einhausungen, Schallschutzsegel, Schallschluckplatten, … Für die Schallemission muss schon auch die bauliche Hülle – Dach und Wand – Ihrer Produktionshalle mit einbezogen werden. Und: Schallschutz ist teuer! In der Regel bedeutet dies, schwerere Materialien einzubauen. Schwere Dämmstoffe (z. B. Mineralfaser anstatt EPS), dickere metallische Schalen, aber auch kluge Lösungen durch die Entkoppelung flankierender Schichten u. w. Gern beraten wir Sie, wobei Sie für Ihre Produktionshalle später ein Schallschutzgutachten benötigen.

Eins der weiteren wichtigen Themen sind die Lastannahmen: Der Fußboden muss Ihre Fahrzeuge und Gabelstapler aushalten, das ist klar. Die Produktionshalle hat aber auch Medientrassen unter dem Dach, die ein Zusatzgewicht verursachen. Sie möchten eine PV- oder Solaranlage auf das Dach setzen. Wegen des Schallschutzes muss die Produktionshalle ein Gründach bekommen. Förderschienen hängen unter den Dachriegeln. Es sind globale (Hallenkran) oder lokale (Flaschenzug) Hebevorrichtungen erforderlich. All das muss bei der Planung Ihrer Produktionshalle berücksichtigt werden, denn eine spätere Ertüchtigung ist nur bedingt und mit hohen Kosten möglich. Und wieder die bekannte Reserve dazu :-)

produktionshalle 193a

Brandschutz der Produktionshalle

Für den Brandschutz der Produktionshalle gilt das gleiche wie für die Halle zur Lagerung. Die Anforderungen an die Fluchtwege sind evtl. höher.

Eine Produktionshalle ist ein Sonderbau, also gilt die Industriebaurichtlinie (IndBauRL). Die besagt (vereinfacht!):

Produktionshallen bis 1.800 qm liegt in der Kategorie K-1. Tragwerk ohne Brandschutzanforderungen, Anforderung an Rauch- und Wärmeabzüge und Zuluftöffnungen. Generell (bei allen Kategorien) Anforderungen an Fluchtwege.

Produktionshallen über 1.800 qm, aber kleiner als 2.700 qm liegt in der Kategorie K-2. Anforderungen wie in der K-1, zusätzlich eine Brandmeldeanlage. Es ist zu beachten, dass ab 2.500 qm die Anforderungen an die Dachausbildung verschärft werden (nichtbrennbare Wärmedämmung etc.).

Produktionshallen über 2.700 qm bis 10.000 qm: Kategorie K-4. Rauchabzüge und Fluchtwege wie vor. Anforderungen an Wärmeabzüge nicht mehr wie oben. Dazu aber eine automatische Löschanlage – Sprinkler. Diese ist in der Anschaffung und Wartung entsprechend kostenintensiv.

Größere Produktionshallen kann man entweder durch Brandwände in kleinere Brandabschnitte teilen, oder mit einem gewissen Abstand (meist 5 m) zueinander errichten und logistisch verbinden – hierzu beraten wir Sie gern. Dies spart nicht nur Kosten der Brandwand, sondern die Produktionshallen bilden für sich getrennt nutzbare Einheiten.

Bei Produktionshallen mit geringeren Brandlasten lohnt meist ein Brandschutzgutachten. Dadurch können auch größere Produktionshallen mit geringeren Anforderungen mathematisch durch einen Sachverständigen nachgewiesen werden.  

Nicht nur die automatische Löschanlage der Produktionshallen, sondern auch die Brandmeldeanlagen, Rauchabzüge und Zuluftöffnungen (i.d.R. Tore) müssen in regelmäßigen Abständen (i.d.R. einmal jährlich) durch Sachkundige gewartet werden. Bei Nichtbeachtung droht der Entzug der Nutzungserlaubnis.

Form und Bauweise der Produktionshalle

Auch die Produktionshalle ist ein Werkzeug, mit dem Sie Ihr Geld verdienen. Dann also lieber in die hochwertige und langlebige Ausführung investieren, als in optische Spielereien. Auch hier gilt also: Je einfacher der Baukörper, desto kostengünstiger. Wenn Sie Ihre Produktionshalle planen und bauen, ist die viereckige Form immer die günstigste. Wenig Dach- und Wandanschlüsse (Dichtigkeit, Wärmebrücken), wenig Dachstufen (Zusatzlasten aus der Schneeanhäufung).

Als Tragwerk einer Produktionshalle bietet sich auch hier Stahl am besten an – flexibel, leicht, erweiterbar … Siehe hierzu Bauen mit Stahl. Und für spätere Installationen und Umbauten bestens geeignet.

Als Fassade werden bei Produktionshallen bevorzugt sogenannte Sandwichelemente eingesetzt – vorgefertigte Platten, innen und außen mit einer verzinkten und beschichteten Stahlblech-Schale, dazwischen ein Dämmkern aus Polyurethan. Übliche 10-12 cm Dicke bringen ungefähr die Wärmedämmung ( U = 024 - 0,20 W/m²K ) einer 80-100 cm dicken Porenbeton-Wand. Höhere Werte sind für die meisten Produktionshallen unwirtschaftlich.

Das Dach ist eins der wichtigsten Bauteile – welche Ausbildung ist die für meine Produktionshalle die beste? Wir meinen, die Antwort ist eindeutig: Ein Industriedach – so, wie es auch die „Großen“ (Baumärkte, Supermärkte etc.) bauen. Der Aufbau, von unten nach oben: Auf die Dachriegel Ihrer Produktionshalle werden hohe steife Stahl-Trapezprofile als Tragschale befestigt. Auf diese kommt die Dampfsperre – sie verhindert das Durchdringen von Wasserdämpfen in die kalten Bereiche des Dachaufbaus. Es ist meist eine PE- oder eine Verbundfolie. Darauf kommt die Wärmedämmung: EPS (Styropor), PU (Polyurethan) oder druckbelastbare Mineralfaser-Dämmplatten, falls brandschutztechnisch nötig (i.d.R. erst ab 2.500 qm). Die Außenhaut des Daches ihrer Produktionshalle bildet eine hochwertige Abdichtungsbahn. Homogen verschweißte Dichtungsbahnen, überwiegend aus PVC-P, alternativ hochwertiger aus FPO (flexible Polyolefine). Für die Dachabdichtungen werden auch Herstellergarantien von bis zu 10 – 15 Jahren auf Wunsch geleistet. Die wichtigsten Vorteile eines Industriedaches gegenüber einem Sandwichdach bei Ihrer Produktionshalle finden Sie hier.

Weitere wichtige Punkte zu Produktionshallen

  • Versorgung mit Medien: Strom, Heizmedium, Wasser, Abwasser, EDV, Telefonie, …
  • Personalräume: Ebenerdig oder als Bühne / Empore / Einbau, ausgebildet als ein Teil des Tragwerkes Ihrer Lagerhalle, oder eingesetzt als modulare Bauweise.
  • Beleuchtung: Früher meist Leuchtstoffrohre, in der letzten Zeit LED-Technik. Höhere Anforderungen an die Lichtstärke als beim Lager. Lokale Lichtquellen an den Arbeitsplätzen. Tageslicht (Sichtverbindung nach außen) ist zwar nicht mehr zwingend, aber angenehm: Oberlichter (auch für den Brandschutz), Fenster in der Sichthöhe.
  • Lüftung: Über Lüftungsklappen in den Oberlichtern oder als eine gezwungene Lüftung über Propeller und Lüftungskanäle, evtl. mit der Beheizung gekoppelt.
  • Beheizung: Meist über Deckenstrahler / Dunkelstrahler, oft auch als eine Fußbodenheizung (Nachteil: lange Zeit für eine Temperaturveränderung) oder Heißluft.

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